Lange Pendlerwege machen krank

Lange Wege zur Arbeit vermiesen die Stimmung – und machen krank. Das fanden jetzt amerikanische Wissenschaftler heraus.

Die Arbeitsagenturen fordern es auch heute noch: Wer einen Job sucht, der muss mobil sein. Wenn am Wohnort keine Stellen angeboten werden, dann muss man sich eben auf den Weg in die Nachbarstadt machen. Pendlerwege von zweieinhalb Stunden pro Tag werden für zumutbar gehalten. Aus einem Arbeitstag von acht Stunden werden dann leicht zehneinhalb Stunden. Überstunden kommen noch oben drauf. Work-Life-Balance wird da zur theoretischen Übung.

Amerikanische Wissenschaftler warnen jedoch vor diesen Belastungen: Schon ein Weg von mehr als 20 Minuten erhöht das Burnout-Risiko eines Menschen. Und mit jeder weiteren Minute steige die Gesundheitsgefährdung.

Dabei haben die Experten aus den USA nur den reinen Zeitaufwand berücksichtigt. Die nervlichen Belastungen auf deutschen Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen spielen aber auch eine Rolle. Wer einen wichtigen beruflichen Termin hat und im Stau steckt, kann sich dem Stressgefühl nicht entziehen. Da hilft auch keine CD mit Beruhigungsmusik. Und wer glaubt, diese Belastungen mit dem Öffentlichen Personennahverkehr umfahren zu können, der wird oft enttäuscht. Streiks und technische Störungen sorgen dafür, dass der Blutdruck steigt.

Es muss ja nicht in jedem Fall ein Home-Office sein, aber vielleicht findet sich ja doch eine Arbeit in näherer Umgebung. Die aktuelle Arbeitsmarktsituation sollte es hergeben. Und wenn es gar nicht anders geht, gibt es immer noch die Möglichkeit umzuziehen – der Gesundheit zuliebe.

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