Es gibt ein Leben nach der Arbeit!

Wer vorzeitig in Rente geht, um für einen Jüngeren Platz zu machen, ist ein edler Mensch. Doch so ein Schritt sollte gut überlegt sein – wegen der eigenen Gesundheit.

Um diesen Weg zu gehen, braucht es einen guten Plan. Die Freiheit, nicht mehr zur Arbeit gehen zu müssen, wird häufig schnell von der Unfähigkeit überdeckt, den Tag sinnvoll zu gestalten. Arbeit gibt dem Leben der meisten Menschen eine Struktur, die Sicherheit bietet.

Wenn die wegfällt, sind häufig psychische Probleme die Folge. Amerikanische Wissenschaftlicher formulieren es in ihrer eigenen direkten Art so: Menschen, die zu früh ohne Arbeit sind, neigen häufiger zu schlechten Angewohnheiten wie zu unmäßigem Trinken und Rauchen.

Das gilt vor allem für Menschen, die nicht die Wahl hatten, ob sie vorzeitig in Rente gehen oder nicht. Viele werden ja mehr oder weniger gezwungen – aus wirtschaftlichen Überlegungen oder aus Gründen der personellen Umstrukturierung. Beides ist häufig auch mit einer verdeckten Diskriminierung aus Altergründen verbunden. Das Gefühl, dass man nicht mehr gebraucht wird, macht es noch schwieriger, als Frührentner Halt zu finden.

Die Konsequenz kann für den freiwilligen oder für den gezwungenen Frührentner nur sein, sich weiter aktiv am Leben zu beteiligen: Man sucht sich neue Aufgaben. Vielleicht findet man sogar jemand, der angemessen dafür zahlt. Oder man engagiert sich ehrenamtlich. Oder man entdeckt Social Media für sich. Auf keinen Fall darf man sich einigeln und zurückziehen.

Was für Udo Jürgens mit 66 Jahren galt, sollte für einen Frührentner erst recht gelten: Das Leben fängt da erst an!

1 Kommentar zu "Es gibt ein Leben nach der Arbeit!"

  1. Und genau deshalb sollte Leben während der Arbeitszeit schon möglich sein!
    Viele Firmen haben erkannt, dass sie schon mit kleinen Maßnahmen die Mitarbeiterzufriedenheit und Leistungsbereitschaft nachhaltig erhöhen und somit auch die Produktivität und im Gegenzug die Fluktuatiosrate enorm senken können. Wer sich an seinem Arbeitsplatz wohlfühlt und wertgeschätzt wird, der muss nicht in Frührente gehen um endlich leben zu können.

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