Mehr Aufmerksamkeit für die Gefühle

Simone Brückner ist eine Kollegin aus München, mit der ich gerne kooperiere. Sie ist ein Coach „für frischen Wind und neue Töne“ und aufgrund ihrer Ausbildungen als Diplom-Physikerin, Opernsängerin und Mentaltrainerin vielseitig talentiert und qualifiziert.

Hier ein interessanter Beitrag von ihr, der auf ihrem Vortrag basiert, den sie auf unserem trimano Performance-Day in Isny (Allgäu) gehalten hat:

Mentale Stärke ist mehr als Stress Management und/oder Entspannung. Sie beinhaltet darüber hinaus Bereiche wie das Erreichen gesteckter Ziele, die Analyse und den Abbau von Blockaden auf dem Weg dorthin und die Mobilisierung der eigenen Ressourcen, um dieses Ziel zu erreichen, um auf den Punkt Bestform abzurufen und natürlich auch die Fähigkeit, mit Rückschlägen gut umzugehen.
Mentale Stärke ist eine wesentliche Komponente der Resilienz, die man definieren kann als die Fähigkeit, sich auf Herausforderungen gut vorzubereiten, mittendrin einen klaren Kopf zu bewahren und sich anschließend von den Anstrengungen gut zu erholen (Quelle: HeartMath).
Entspannung und Stressmanagement sind allerdings die wesentliche Voraussetzung, um mit mentalem Arbeiten mehr zu erreichen. Warum: Weil Stress unter anderem zu einem Hormon- und Neurotransmittercocktail in Körper und Gehirn führt, der auf längere Sicht sowohl der Gesundheit schadet als auch die Denkfähigkeit reduziert – und zwar vor allem den Teil, auf den wir als Menschen so stolz sind und der von unserem Großhirn geleistet wird. Es geht um unsere kognitiven, logischen und strategischen Fähigkeiten.
Genau die aber brauchen wir, wenn wir Probleme oder Konflikte auf gute und sinnvolle Weise lösen wollen. Darum sollte der erste Schritt einer Problemlösung tatsächlich sein, Stress zu minimieren – denn damit ändern wir auch besagten Cocktail und tun damit einerseits etwas Gutes für unsere Gesundheit. Vor allem aber auch stärken wir die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns.
Jetzt gehen stressreiche Situationen nicht nur mit Stresshormonen und das Denken blockierenden Neurotransmittern einher (eine evolutionär gesehen übrigens absolut sinnvolle Einrichtung, denn beim Anblick des Säbelzahntigers war nicht mehr langes Überlegen gefragt, sondern schnelle Reaktion zum Überleben – Kampf oder Flucht), sondern werden auch von eher unangenehmen Gefühlen begleitet. Hier kommen wir zum Emotionsmanagement – einem Schlüssel zum gesunden und klugen Umgang mit Stress und Herausforderungen.
Wenn es gelingt, Gefühle wie Angst, Wut, Verzweiflung oder auch Hilflosigkeit in angenehmere Bereiche zu transformieren (zum Beispiel Gelassenheit, Zuversicht oder Wertschätzung), dann bringen wir das gesamte Körpersystem wieder mehr in Balance und stärken die Denkfähigkeit unseres Gehirns – und damit unsere Problemlösungskompetenz. Gleichzeitig tun wir etwas für unsere Gesundheit und haben weniger das Gefühl, Opfer einer Situation zu sein. Stattdessen gewinnen wir Kontrolle über uns und unsere Reaktionen und Handlungen zurück.
All das kann man lernen, und einer der einfachsten und noch dazu wissenschaftlich bestens fundierten Wege dorthin sind die Methoden von HeatMath®. Eine Messung des Pulses (daraus resultierend der Herzratenvariabilität – HRV) zeigt, wie unmittelbar unser Körper auf diese Techniken reagiert. Daher ist dieses Bio-Feedback super geeignet, um zum einen Zweifler zu überzeugen und zum anderen, die Techniken zu üben und zu perfektionieren.
Das gesunde Unternehmen steht und fällt mit gesunden Mitarbeitern – und hier sollte die Aufmerksamkeit neben all den körperlichen, sportlichen, ergonomischen Angeboten eben auch vermehrt in Richtung gesunder Umgang mit Emotionen, Herausforderungen und den eigenen Gedanken gehen, es sollten Zusammenhänge zwischen Stress und körperlicher wie geistiger Leistungsfähigkeit aufgezeigt werden.

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