Lichttanken in der Mittagspause

Der Mensch ist kein Grottenolm. Er braucht Helligkeit, um sich auf Dauer wohl zu fühlen. Wer zu viel im Dunkeln wandelt, kann davon depressiv werden. Dagegen hilft vor allem eins: Spazierengehen.

Es soll Mitmenschen geben, die erleben in den Wintermonaten natürliches Licht nur an den Wochenenden. Wenn sie morgens ins Büro fahren, ist es noch dunkel. Und wenn sie abends das Büro verlassen, dann hat sich die Sonne schon längst wieder verabschiedet. Es bleibt keine Zeit, den Vitalitätsspeicher wieder aufzutanken. Im Gegenteil: In der Dunkelheit steigt der Spiegel jenes Hormones, das für Ruhe und Schläfrigkeit sorgt: Melatonin.

Letztlich gelingt es der arbeitenden Bevölkerung auch nicht, die Natur zu überlisten. Eine grelle Beleuchtung am Arbeitsplatz simuliert zwar den hellen Mittag – fördert aber nicht immer die Aktivität. Dieses Kunstlicht führt oft zu einer Überreizung mit Nebenwirkung: schlechte Laune.

Viel besser für die Befindlichkeit ist es, in der Mittagspause die Arbeit wirklich ruhen zu lassen und für eine Stunde ins Freie zu gehen. Ausreden gelten nicht. Sogar bei hundsmiserablem Wetter wird das Licht durch das Auge und die Haut aufgenommen, drosselt so die Melatonin-Ausschüttung auf natürliche Art und regt zugleich die Produktion des munter und froh machenden Serotonins an.

Probieren Sie es aus, gehen Sie mittags einfach mal raus! Am Nachmittag wird Ihnen die Arbeit viel flotter von der Hand gehen.

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