Bitte lächeln!

An schönen Sonnentag fällt es mir besonders auf: Hunderte, ja Tausende von Radfahrern bewegen sich dann rund um den See. Zur Standardausrüstung gehören eine an Insekten erinnernde Kleidung mit Helm, buntem Trikot und der obligatorischen Radlerhose sowie ein verbissener Gesichtsausdruck. Achten Sie mal drauf: Die wenigsten Radler haben offensichtlich Spaß an dem, was sie da so treiben – sonst würden sie ja anders gucken.

Bei den Joggern ist das nicht viel anders. Als ich diese Art von Sport noch intensiver betrieben habe, wartete ich vergeblich auf die Glückshormone, die man mir bei entsprechender Leistung versprochen hatte. Meist war es dann doch nur quälend. Und der Gesichtsausdruck entsprechend.

Nun wäre es sicherlich falsch, hier ein Plädoyer für die Vermeidung jeglicher Anstrengung zu halten. Nein, ab und zu macht es durchaus Sinn sich zu fordern – das gilt für das Privat- wie für das Berufsleben. Ohne Training kein Fortschritt. Aber bitte schön: Ein klein bisserl Freude soll es auch noch machen. Zumindest gelegentlich sollte auch noch Zeit für ein freundliches Lächeln sein.

Denn: Die Erfahrung lehrt, wer sich nur quält, der wird sehr bald schon wieder seine Aktivitäten einstellen. Es sei denn, er ist Masochist. Doch wer Bewegung mit Lebensfreude verbindet, der wird zum Wiederholungstäter.

Und wäre es nicht eine wunderbare Vorstellung, wenn Ihnen bei Ihrer nächsten Tour rund um den See lauter lächelnde Radfahrer entgegenkämen?

 

 

 

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